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Duitsland: Provider verhindert besluitvorming Hoge Raad, huurcontract zendmast ontbonden.    
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Duitsland: Provider verhindert besluitvorming Hoge Raad, huurcontract zendmast ontbonden.
zaterdag, 18 juni 2011 - Dossier: Juridische informatie


Een interessante juridische casus. Na jarenlange juridische strijd is provider O2 vlak voor de principile uitspraak van de hoogste Duitse rechtsinstantie, het Bundesgerichtshof. tegemoet gekomen aan de eiser, verhuurster van een stuk grond waarop een zendmast is gebouwd, om het huurverdrag te ontbinden. Daarmee ontloopt O2 een mogelijk desastreuze uitspraak van het Bundesgerichtshof over de ontoelaatbaarheid van de door O2 met huurders afgesloten contracten. Eiseres had gesteld dat de contracten ontoelaatbaar waren omdat ze eenzijdig de provider bevoordeelden, de verhuurster kon bij voorbeeld het contract 30 jaar lang niet opzeggen terwijl de provider dat gedurende de looptijd wel zou kunnen.

De logica achter het handelen van O2 is gelegen in het feit dat overal in de Bondsrepubliek verhuurders door voortschrijdend inzicht of door druk van omwonenden hun verhuurcontract met betrekking tot zendmasten voor mobiele telefonie willen opzeggen:


Bron: Persbericht Burgerinitiatief Aling 16 juni 2011

Rckzieher von Telefonica Germany (O2) - Przedenzfallvor dem BGH kommt nicht zur EntscheidungDer Mobilfunkbetreiber Telefonica Germany ist einem Grundsatzurteil desBundesgerichtshofs in Karlsruhe zur Wirksamkeit einer Kndigung eines von ihm sehreinseitig formulierten 30jhrigen Mietvertrages mit einer Vertragsaufhebungzuvorgekommen.

Das bundesweit von vielen Brgern, Kommunen, Initiativen und Juristenmit Spannung erwartete Urteil des BGH bleibt damit aus.Auf Bestreben von O2 kam jetzt eine auergerichtliche Einigung mit einer Grundstcksverpchterin aus demLandkreis Ebersberg/Bayern zustande. Diese hatte auf Feststellung der Wirksamkeit der Kndigung ihresmit O2 geschlossenen Mietvertrages geklagt und in letzter Instanz beim Bundesgerichtshof in KarlsruheRevision eingelegt.Mit dem Rckzieher von O2 ist es der Mobilfunkbranche erneut gelungen, den Status quo zu ihren eigenenGunsten aufrecht zu erhalten. Das Angebot auergerichtlicher Regelungen bei unsicherem Prozessausgangist gngige Praxis der Mobilfunkbetreiber.

Auch im vorliegenden Fall war laut dem Prozessbevollmchtigtender Verpchterin, Rechtsanwalt Jrgen Buntrock, aufgrund der Vertragslage durchaus mit einemergebnisoffenen und eventuell erfolgreichen Prozessausgang zu rechnen.Im November 2006 hat die Verpchterin mit O2 einen Mietvertrag ber ein Grundstck in der GemeindeAling zur Errichtung einer 46 m hohen Mobilfunksendestation abgeschlossen. Dabei handelt es sich nachdem von ihr erst nach Vertragsabschluss eingeschalteten Anwalt um eine unzulssige und damitsittenwidrige Vereinbarung. Allein die lange Laufzeit von 30 Jahren und auch die sonstigen Rechte undPflichten sind sehr einseitig zu Gunsten des Mobilfunkbetreibers geregelt. So ist z.B. ein Passus enthalten,der der Verpchterin keine Kndigungsmglichkeit innerhalb der 30jhrigen Vertragsdauer einrumt,whrend der Mobilfunkbetreiber vorzeitig kndigen kann.

Die Klage der Verpchterin vor dem Landgericht Mnchen I wurde abgewiesen und die Berufung vomOberlandesgericht Mnchen zurckgewiesen. Das Oberlandesgericht Mnchen hat jedoch in seinem Urteilvom 12. Mai 2009 ausdrcklich eine Revision beim BGH zugelassen, u.a. aus zwei wesentlichen Grnden:Der BGH hat sich zur Wirksamkeit einer 30-jhrigen Laufzeit fr Mietvertrge noch nicht geuert.(....) Die Revision war daher auch unter dem Gesichtspunkt der Rechtsfortbildung zuzulassen.Die Rechtssache hat grundstzliche Bedeutung, weil die Beklagte im gesamten Bundesgebiet eineVielzahl von Vertrgen der vorliegenden Art abgeschlossen hat und sich wie die Klgerin zahlreicheVermieter zu einer vorzeitigen Vertragsauflsung entschlossen haben oder entschlieen werden,seies aufgrund eigener Meinungsbildung, sei es auf Druck der Nachbarschaft hin.

Tatschlich hat es in der Gemeinde Aling massiven Widerstand gegeben. Der Verein Mobilfunk mitGrenzen e.V., wurde gegrndet, der sich mit der Verpchterin solidarisierte und sie seitdem beratenduntersttzt. Der Verein geht davon aus, dass eine erfolgreiche Revision vor dem Bundesgerichtshofmglicherweise die bisherige Vertragspraxis der gesamten Mobilfunkbranche in Frage gestellt htte, mitbundesweit gravierenden Auswirkungen auf bestehende und kommende Miet- und Pachtverhltnissezwischen Mobilfunkbetreibern und Haus- und Grundbesitzern sowie generell auf die Rechtssprechung.Dennoch ist das Ziel dieses jahrelangen Prozessweges nun erreicht.

Mit der Vertragsaufhebung knnen dieVerpchterin und der Verein einen groen Erfolg fr sich verbuchen.Seite 1 von 2 Brgerinitiative Aling Mobilfunk mit Grenzen e. V.Darber hinaus ist es dem Verein u.a. gelungen, durch Unterschrifts- und massive AufklrungsaktionenBrgermeister und Gemeinderte zu berzeugen, die Standortplanung fr Mobilfunksendeanlagen nicht denBetreibern zu berlassen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Unter enormen Zeitdruck und miterheblichem Kostenaufwand hatte die Gemeinde Aling daraufhin durch ein Flchennutzungs- undBebauungsplanverfahren Alternativstandorte auerhalb der Ortschaft ausgewiesen, um damit innerrtlicheSendemasten zu verhindern - ein in dieser Form beispielloser Vorgang. Einer dieser Alternativstandortewird mittlerweile von drei Mobilfunkbetreibern - seit 2009 auch von O2 - genutzt.Gegen den Flchennutzungs- und Bebauungsplan der Gemeinde Aling hat O2 beim Bayer.Verwaltungsgerichtshof Normenkontrollklage erhoben, die am 14.07.2011 zur Verhandlung ansteht. Auchdabei handelt es sich um einen Przedenzfall. Es bleibt abzuwarten, ob der Mobilfunkbetreiber auch dieserGrundsatzentscheidung zuvorkommt und seine Klage zurckzieht.

Trudi Christof Rudolf Lang
Vorstand BI Aling - Mobilfunk mit Grenzen e.V.
Postfach 1114, 85615 Aling Tel. 08092 / 9220

Voor het originele bericht zie:
www.scribd.com/doc/57995654/Ruckzieher-von-Telefonica-Germany-O2-Prazedenzfall-vor-dem-BGH-kommt-nicht-zur-Entscheidung .


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