Liechtenstein: Artsen waarschuwen bevolking, sluit uw ogen niet voor de feiten!

woensdag, 11 november 2009 - Categorie: Berichten Internationaal

Oostenrijkse artsen zetten zich ervoor in om de stralingsbelasting van de bevolking te reduceren. Zij zeggen geen bewijs meer nodig te hebben voor een causale samenhang tussen mobiele telefonie en gezondheidsklachten; hun waarnemingen aan patiënten zijn daarvoor voldoende was de mening van een artsenforum.
De arts Dr. Jandrisovits uit Müllendorf hield zijn gehoor voor dat hij sinds de plaatsing van zendmasten voor mobiele telefonie in zijn dorpspraktijk een snelle stijging van stresssymptomen waarnam waaronder slapeloosheid en bloeddrukproblemen. En nadat de zenders 5 jaar in bedrijf waren kwam het tot een duidelijke stijging van het aantal kankergevallen en wel bij steeds jongere patiënten.
Hij gaf toe dat er van oorzakelijk bewijs nog geen sprake was, maar stelde dat de vastgestelde observaties geen enkele twijfel toe lieten.
Jandrisovits werd in zijn opmerkingen gesteund door de artsen Frick en Ospelt die stelden dat de wetenschap zich juist verder kan ontwikkelen door waarnemingen uit de directe artsenpraktijk.


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Bron: Liechtensteiner Vaterland 11 nov. 2009

Liechtenstein

Augen nicht vor Fakten verschliessen

Die Ärzteschaft setzt sich dafür ein, dass die Mobilfunkgrenzwerte so tief als möglich festgelegt werden, um dem Vorsorgegedanken Rechnung zu tragen. Ihre Beobachtungen sind ihnen Beweis genug, dass Mobilfunk Auslöser für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten ist.

Von Desirée Vogt

«Information ist unser Anliegen», begrüsste der Mediziner Marco Ospelt die Besucherinnen und Besucher gestern Abend im Rathaussaal in Schaan. Anlässlich des Ärzteforums informierten drei Ärzte zum Thema «Mobilfunk und Gesundheit» und stellten den Vorsorgegedanken in den Vordergrund. Ganz nach dem Motto: Nicht gegen den Mobilfunk, sondern für gesundheitsverträglichen Mobilfunk. Dazu war der österreichische Allgemeinmediziner Reinold Jandrisovits geladen, der über seine Beobachtungen referierte und auch entsprechend Schlüsse zog: «Senken Sie den Grenzwert auf 0,6 V/m. Es gibt genügend Hinweise dafür, dass Mobilfunkstrahlen gesundheitsschädlich sind.»

«Alarmierende Beobachtungen»

Reinold Jandrisovits ist der Gemeindearzt von Müllendorf, das etwa 40 km südlich von Wien und 15 km von der ungarischen Grenze entfernt liegt. Von den rund 1400 Einwohnern betreut Jandrisovits ca. 80 Prozent ärztlich und kann deshalb einen guten Überblick über den Krankheitsverlauf des Dorfes liefern. Der Allgemeinmediziner stellt fest, dass seit Inbetriebnahme von Mobilfunksendeanlagen in den Jahren 1999 bis 2001 immer mehr Bewohner über Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, Konzentrationsstörungen und Blutdruckprobleme klagen. «All diese Symptome sind für den Körper nichts anderes als Ausdruck einer Stresssituation.» Natürlich könnten in einigen Fällen auch andere Ursachen für die Symptome vorliegen, doch die meisten der Beschwerden seien örtlich und zeitlich mit der Inbetriebnahme der Antennen aufgetreten. Dabei hätten die gemessenen Werte noch unterhalb des hierzulande diskutierten Grenzwertes von 0,6 V/m gelegen.

Jandrisovits hat eine Statistik der Neuerkrankungen von 1994 bis 2004 angefertigt und bei den Schlafstörungen ab dem Jahr 2000 einen Anstieg auf das Zwei- bis Dreifache festgestellt. Bei den Hörstürzen sei ab dem Jahr 2002 ein Anstieg auf das Drei- bis Sechsfache zu verzeichnen gewesen. «Nach 5 Jahren Senderbetrieb kam es zu einem deutlichen Anstieg der Krebserkrankungen. Besonders alarmierend und erschreckend: Immer jüngere Patienten waren betroffen. Dickdarmkrebs mit 24 und 37 Jahren, Schilddrüsenkrebs mit 19 Jahren.»

Jandrisovits ist davon überzeugt, dass ein Zusammenhang zwischen den Antennen und den Beschwerden besteht und empfiehlt deshalb: «Eine Senkung ist der richtige Schritt. Wir müssen die niedrigst möglichen Grenzwerte festlegen, um Vorsorge zu tragen.» Da niemand wisse, welcher Grenzwert völlig unbedenklich sei, könne nicht garantiert werden, dass 0,6 V/m gesundheitsverträglich seien. «Sicher ist aber, dass die Beschwerden weniger werden.»

Vorsicht als Vorsorge

Auch die beiden Ärzte Pepo Frick und Marco Ospelt stellen fest, dass die Beschwerden ihrer Patienten ständig zunehmen. Auch sie betonten, dass es nicht darum gehe, den Mobilfunk zu verhindern, sondern einzig und allein darum, im Sinne der Vorsorge tiefstmögliche Grenzwerten festzulegen. «Mobil telefonieren ist mit einem Grenzwert von 0,6 V/m möglich. Es ist nachgewiesen, dass Elektrosmog unsere Zellmembrane beeinflussen. Und es gibt klare Beobachtungen, dass ein Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Gesundheit besteht», so Ospelt. Vor diesen Fakten dürfe man die Augen nicht verschliessen.

Ein Besucher der Veranstaltung verwies darauf, dass die Beobachtungen der Ärzte zwar kräftige Indizien für einen Zusammenhang lieferten, nicht aber einen Beweis. Reinold Jandrisovits bestätigte dies, verwies aber auch darauf, dass gerade die Beobachtung eine wichtige Aufgabe der Ärzte darstelle. «Ich habe beobachtet und brauche deshalb keine Beweise mehr.»

Marco Ospelt betonte, wie wichtig Einzelbeobachtungen sind und man diese nicht einfach als nichtsaussagend abtun könne. «Aus solchen Beobachtungen entwickelt sich der wissenschaftliche Fortschritt. Die Cholera wurde entdeckt, als man feststellte, dass all jene krank wurden, die aus ein und demselben Brunnen Wasser getrunken haben.» Auch wenn es keine wissenschaftlichen Beweise gebe – «gerade deshalb wollen wir vorsichtig sein», so Pepo Frick.

Voor het originele artikel zie:
www.vaterland.li/page/lv/index.cfm?id=36056 .

en de vrijwel identieke verslaggeving op;
www.volksblatt.li/default.aspx?newsid=35952&src=vb®ion=li .



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