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Duitsland: Langzaam ziek door uitbreidende naburige zendmast.    
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Duitsland: Langzaam ziek door uitbreidende naburige zendmast.
maandag, 30 april 2012 - Dossier: Ervaringen burgers


Margarethe Reiter woont in Schlipsheim (bij Augsburg) en kreeg in de afgelopen 10 jaar sluipenderwijs gezondheidsklachten die zij wijt aan de uitbreidende belendende zendmast op het dak van een belendende silo. Zij waarschuwt nu haar stadsgenoten voor het gevaar van zendmasten voor mobiele telefonie die ook nog eens de waarde van haar woning dramatisch aantastte:

Bon: Schlipsheim Stadt Zeitung on line. 29 april 2012

Unsichtbare Gefahr vom Dach

Auteur: Jutta Kaiser-Wiatrek

Eine Schlipsheimerin führt massive Erkrankungen auf Mobilfunkmasten zurück, die sich auf dem Gelände des benachbarten landwirtschaftlichen Betriebes befinden.

Das Thema Mobilfunkmasten und Elektrosmog erregt immer wieder die Gemüter. Wie gefährlich ist die von Mobilfunkmasten ausgehende elektromagnetische Strahlung wirklich?

Unsichtbare Gefahr vom Dach

Direkt gegenüber von Margarethe Reiters Wohnhaus steht eine Mobilfunkanlage, die ihren Aussagen nach immer wieder erweitert worden sein soll. Reiter führt nun massive gesundheitliche Beeinträchtigungen auf die Strahlung des Mastes zurück

Während auf der einen Seite von möglichen gesundheitlichen Risiken wie Schlafstörungen, Depressionen, Augenreizungen, Migräne bis hin zu Tumoren gesprochen wird, konnten zahlreiche Studien dies nicht belegen.

Vor zehn Jahren wurde auf einem Silo eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Schlipsheimer Straße eine Sendeanlage angebracht. In der Standortbescheinigung versichert die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Außenstelle Augsburg, dass nach den damaligen wissenschaftlich anerkannten Grenzwerten, von keiner Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden kann.

„Damals hatte mein Nachbar versprochen, dass keine weiteren Mobilfunkmasten dazu kämen“, erinnert sich Margarethe Reiter, die die Anlage zum Greifen nah vor ihrem Wohnhaus hat. „Mit dieser Aussage sollte ich wohl nur beruhigt werden.“

Ihren Aufzeichnungen nach wurden in den Jahren 2006, 2008, 2009 und im Juli 2011, trotz dieser Zusage weitere Masten auf das Silo montiert. Zudem seien, so Reiter, in den Januarwochen weitere Installationen auf dem Silo vorgenommen worden. Sie meldet inzwischen große Bedenken an und führt eine schwere Augenerkrankung, Bluthochdruck sowie Schlaflosigkeit auf die Strahlung der Funkanlage zurück. Und sie möchte die Schlipsheimer Bevölkerung auf die, hinter riesigen Bäumen versteckt liegende Anlage, aufmerksam machen. „Es wohnen in der Nähe so viele Familien mit Kindern.“

Reiter sorgt sich auch um ihr Eigentum, denn ihrer Meinung nach ist der Wert ihrer Immobilie durch die Mobilfunkanlage massiv gesunken.

Bei der Stadt Neusäß habe sie bereits vorgesprochen und um eine Messung der Strahlungswerte gebeten. Diese wäre von Peter Eisen von der Stadtverwaltung zugesagt worden, sei allerdings noch nicht erfolgt. „In Schlipsheim wurden die Strahlungswerte in all den Jahren noch nie gemessen, obwohl die Funkanlage mitten im Dorf steht. In Steppach wurde bereits zweimal gemessen“, beschwert sie sich.

„Die Mobilfunkanlage ist schon seit zehn Jahren auf dem Silo und anfänglich hat diese Tatsache meine Nachbarin in keinster Weise gestört. Erst durch eine Bürgerinitiative in Biburg ließ sie sich anscheinend aufschrecken. Dabei haben ihre Kinder und Enkel doch auch Handys, da dürfte sie nicht gegen eine fortschrittliche Entwicklung sein“, erklärt dazu der Nachbar.

Bei erfolgten Messungen in den vergangenen zehn Jahren seien keine Grenzwerte überschritten worden, sagt er. Dass trotz der Zusage, dass es keine Erweiterung gäbe, im vergangenen Sommer die Anlage dennoch vergrößert wurde, ist auch ihm nicht Recht. „Ich habe aber einen Vertrag mit dem Konzern, den ich erfüllen muss.“ Wenn dieser allerdings ausliefe, wäre es auch das Ende der Sendeantennen. Die von Reiter beobachteten Arbeitern auf dem Silo erklärt Thaler mit Wartungsarbeiten.

Die Möglichkeiten für eine Kommune sind in so einem Fall sehr gering. „Bei der Anlage handelt es sich um eine genehmigte Mobilfunkanlage, die bereits seit vielen Jahren besteht“, erklärt der erste Bürgermeister der Stadt Neusäß, Hansjörg Durz. „Laut der Standortbescheinigungen wurde 2001 ein E plus Mast auf das Silo gesetzt, 2011 kam eine UMTS-Erweiterung hinzu. Zwar konnte die Stadt damals einen Ausweichstandort an die Bahnstromleitung für diese Mobilfunkanlagen vorschlagen, dies wurde allerdings nicht akzeptiert, da laut Betreiberfirma der jetzige Standort funktechnisch notwendig sei.“

29.04.2012 | 08:09 Uhr - von Jutta Kaiser-Wiatrek


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