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Zwitserland: Pastoors vluchten uit pastorie na plaatsing zenders in kerktorens.    
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Zwitserland: Pastoors vluchten uit pastorie na plaatsing zenders in kerktorens.
vrijdag, 17 december 2010 - Dossier: Ervaringen burgers


Onderstaand korte Duitstalig essay bevat eigenlijk geen duidelijk ervaringsverhaal maar is wel een mooie aanvulling op de discussie die ook in Duitsland woedt over de plaatsing van zenders voor mobiele telefonie in kerktorens.
Tussen neus en lippen door wordt echter wel in twee voorbeelden de vlucht van pastoors uit hun pastorie gemeld, na plaatsing van dergelijke zenders in de aangrenzende kerktorens....
En het citaat uit het kerstlied van Martin Luther mag u in deze kersttijd niet missen:


Elektrosmog: Auch vom Kirchturm hoch, da komm ich her ...

Auteur: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG/CH (Textatelier.com)

Vom Himmel hoch, da komm ich her.
Ich bring euch gute neue Mr,
Der guten Mr bring ich so viel,
Davon ich singn und sagen will.

Die oben zitierte, einzelne Strophe aus dem bekannten Weihnachtslied von Martin Luther stammt von Valentin Triller (1555). Vom Himmel hoch und tief kommt heute auch der Elektrosmog her, eine grausame Folge des unbndigen Kommunikationsbedrfnisses moderner Menschen, die ihre ganze Bekanntschaft stndig mit Geklingel stren und mit Informationsschrott zupflastern. Natrlich sind alle diese Leute innerhalb des sozialen Gefges viel bedeutender als ich, was sich schon daraus ergibt, dass ich manchmal einen ganzen Tag lang kein Telefon- und schon gar kein Handygesprch fhre.

So lange ich nicht betroffen bin, ist es mir egal, wie intensiv sich Kinder und Erwachsene bei fallenden Tarifen gegenseitig belstigen. Ich bin allerdings gleichwohl vom Elektrosmog in Mitleidenschaft gezogen; denn Telefonate, Internetdaten (diesbezglich bin ich kein unbeschriebenes Blatt), Musikfernbertragungen, Unterhaltung und dergleichen reiten auf hochfrequenten, elektromagnetischen Wellen. Die Welt, die ja angeblich flchendeckend bestrahlt werden muss, wird in sogenannte Funkzellen aufgeteilt, die jeweils von ortsfesten Funksendeanlagen aus versorgt werden. Diese sind es dann, die mit Hilfe elektromagnetischer Felder mit mobilen Endgerten, unter denen es das Handy zur grssten Berhmtheit gebracht hat, kommunizieren: Kommunikation um der Kommunikation willen.

Mit dem sich stndig ausweitenden Mobilfunk nimmt die Intensitt der hochfrequenten magnetischen Felder zu, das heisst, dass die Strahlung immer intensiver wird, ein angesichts der biologischen Wirkungen abenteuerliches Unterfangen, ein gigantisches Menschheitsexperiment. Wenn sich die Kommunikationssucht schon nicht auf therapeutischem Wege heilen lsst, ist es klar, dass wenigstens Vorsichtsmassnahmen angezeigt sind. Ich hnge noch fest an Festnetzen, fr mich eine vergleichsweise festliche Angelegenheit, weil sich die Strahlung dadurch um Grssenordnungen reduzieren lsst. Sogar an meinem Computer-Kabelsalat, der sich als Staubfnger bettigt, habe ich festgehalten, wodurch mein Gehirn kaum Schaden nimmt, was jeder Leser beim Studium meiner Blogs besttigt findet ...

Eine weitere Vorsichtsmassnahme msste zumindest darin bestehen, die Strahlenexposition durch die Funkanlagen-Fernhaltung von grossen, lnger dauernden Menschenansammlungen zu verringern: Kindergrten, Schulen, Kirchen und dergleichen. Im freien Raum sinkt die Intensitt der Leistungsflussdichte quadratisch mit der Entfernung.

Ein frommer Wunsch. Denn ausgerechnet die hohen Kirchtrme sind (wenn auch bloss aus technischer Sicht) ideale Standorte fr Funksendeanlagen. Und es schien mir angesichts der krzlich ausgebrochenen Adventszeit sinnvoll, abzuklren, welche Kirchtrme in einem besonderen Strahlenglanz in der Landschaft herumstehen. Hans-U. Jakob, Flehli 17, CH-3150 Schwarzenburg, von der Schweizerischen Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener (www.gigaherz.ch) schien mir die gegebene Anlaufstelle zu sein. Gibt es eine Liste der in Kirchtrmen versteckten Mobilfunkantennen? fragte ich ihn per E-Mail, weil es halt so bequem ist.

Die prompt eingetroffene Antwort: Darber habe ich leider kein Verzeichnis. Ich war bisher nur in 6 Kirchturmflle involviert. Das war in Zermatt VS, Uetikon am See ZH, Versoix GE, Heiden AG, Saas-Fee VS und natrlich in Hemberg SG. Ich weiss nur, dass das immer wieder zu schweren Konflikten in den Kirchgemeinden fhrt. In Zermatt musste der Pfarrer gehen, in Uetikon Mitglieder des Kirchgemeinderates.

So etwas wie in Zermatt habe ich noch nie erlebt. Als an der Einspracheverhandlung der Gemeindeprsident bekannt gab, dass der Pfarrer den Hut genommen habe, haben die Anwesenden 50 Leute laut und lange applaudiert. Es war der Pfarrer, welcher den Mietvertrag mit Swisscom unterschrieben hatte. Angeblich rechtsgltig. Offenbar hat der Pfarrer das gesundheitlich nicht verkraftet und ist einige (18 ?) Monate spter an Krebs gestorben.

Im Kanton Bern hat der Synodalrat die Kirchgemeinden angeblich vor solchen Konflikten schriftlich gewarnt. Nheres darber ist mir nicht bekannt. Mehr kann ich Ihnen darber auch nicht berichten.

Herr Jakob fgte die entsprechenden Links zu Internetseiten an, deren Aufruf zu vielen Erkenntnissen aus dem tragikomischen Bereich fhrt:

Heiden: www.gigaherz.ch/1058 .
Zermatt: www.gigaherz.ch/1052 .
Saas-Fee: www.gigaherz.ch/1017 .
Hemberg: www.gigaherz.ch/1010 .
Ein Gedicht: www.gigaherz.ch/1008 .
Vom Glockenmonteur www.gigaherz.ch/270 .

Als beispielsweise in Heiden im Juli 2005 die Antenne zu strahlen begann, hielten es das Pfarrehepaar und die Singvgel im nahen Pfarrhaus nicht mehr aus, woraus sich brigens auch der Wertverlust von Gebuden in der Nhe von Funkmasten ganz im Allgemeinen erklrt. In Zermatt lutete die funkende Antenne umfangreiche Gerichtsverfahren ein, was den Walliser Regierungsrat im November 2005 dazu bewog, den weiteren UMTS-Ausbau zu stoppen. Beim UMTS handelt es sich um das Universal Mobile Telecommunication System, eine breitbandige bertragung, geeignet fr grosse Datenmengen.

Wahrscheinlich ist die Auflistung der Mobilfunkantennen in Kirchtrmen unvollstndig, wie aus einem Schreiben eines Sigristen aus der Innerschweiz an Gigaherz hervorgeht: In der Schweiz gibt es immer mehr reformierte und katholische Kirchen, in deren Glockenturm eine Mobilfunkantenne installiert wurde. Mein Gratistip: Es ist zu empfehlen, vor dem Absingen des Halleluja in Kirchenschiffen zuerst einmal bei Gemeinde und Kirchenpflege nachzufragen, ob die Lobpreisung gerechtfertigt sei oder man sich in der Kirche in einem Strahlenmeer befinde, das einen beschleunigt dem Gottesreich bzw. der Hlle entgegenfhrt, oder ob ein Aufenthalt im Stall zu Bethlehem sicherer wre.

Freuet euch, ihr Christen, alle, einschliesslich der besonders intensiv bestrahlten, die einen Heiligenschein verpasst erhielten: das Symbol fr Erleuchtete.

Voor het originele artikel zie:
www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=3616 .


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